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VOGTSBURG Schlossbergpfad

Der Achkarrer Schlossbergpfad ist nur 4 km lang und verweist dennoch auf ein kaum bekanntes Stück Burgengeschichte. Denn hier, auf dem 352 m hohen Schlossberg, thronte einst eine stolze Burg. Auf dem Rundweg dorthin sind Trockenmauern, Rebterrassen, Vulkanböden und die Überreste der stolzen Burg Höhingen zu sehen. Der Schlossberg in Achkarren, einem Ortsteil der Stadt Vogtsburg im Kaiserstuhl, zählt zu den besten Weinbaulagen des Kaiserstuhls. Hier gedeihen Weine von höchster Qualität.

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Wer hätte das gedacht: Auf dem Schlossberg bei Achkarren stand einst eine stolze Burg von strategischer Bedeutung. Höhingen war über Jahrhunderte eine wichtige Burg, die nur etwa sieben Kilometer von der stark umkämpften und strategisch wichtigen Festung Breisach entfernt war. Ihre Bedeutung ergab sich dadurch, dass die rechtsrheinischen Nord-Süd-Handelsverbindungen durch zwei Nadelöhre führten, deren eines zwischen den Befestigungen des Ortes Riegel und dem Schwarzwald gebildet wurde und deren anderes zwischen Breisach und Achkarren verlief. Daneben bildete Höhingen oft einen militärischen Gegenpol zum bedeutungsvolleren Breisach.

Über den Anfang der Burganlage bei Achkarren ist nicht viel Sicheres bekannt. Es sollen aber schon im Jahre 1064 bei der erstmaligen schriftlichen Erwähnung von Achkarren anlässlich der Übertragung an das Kloster Ottmarsheim durch König Heinrich IV. Burganlagen bestanden haben, die in den folgenden Jahrhunderten mehrfach ausgebaut wurden. Nachdem die Stammburg der Herren von Üsenberg, die Burg Üsenberg bei Breisach, in den 1240er Jahren d zerstört wurde, soll Höhingen als Ersatz zur Verfügung gestellt worden sein. 1259 wurde sie erstmals schriftlich erwähnt. Um 1353 war die Burg kurzzeitig an die Schnewlin im Hof verpfändet.

1415 kam die Burg mit der Markgrafschaft Baden-Hachberg an Markgraf Bernhard I. von Baden, der sie Markgraf Otto II. von Hachberg, dem letzten dieser badischen Seitenlinie, abkaufte. Otto durfte die Burg Höhingen noch bis an sein Lebensende 1418 nutzen.

Die Burg selbst wurde nach Jahrhunderten ihres Bestehens erstmals im Mai 1525 während des Bauernaufstandes niedergebrannt. Die Bauern mussten später dem Markgrafen Ernst I. von Baden-Durlach den Schaden ersetzen.

Im Jahre 1620 wurde die Burg durch Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach wieder als Verteidigungsanlage ausgebaut und in den Verteidigungszustand versetzt, da man von hier gut die Kriegsereignisse im Rheintal und die Festung Breisach beobachten konnte.

1633 erfolgte ein Angriff von Breisach aus. Die kaiserlich-katholischen Truppen eroberten die gerade von den Schweden gehaltene und von den protestantischen Ihringern gestützte Burg und plünderten sie. Nach weiteren Auseinandersetzungen wurde die Anlage im Jahr 1638 durch die nun kaiserliche Besatzung in Brand gesetzt, nachdem sie militärisch nicht mehr zu halten war.

Markgraf Friedrich VI. von Baden-Durlach verkaufte die Steine der Ruine 1671 an das Königreich Frankreich, das damit durch Vauban die Festung in Neu-Breisach erbauen ließ. Später wurde auch Baumaterial für Privathäuser in der Ruine gewonnen, weshalb auf dem Schlossberg nur noch spärliche Reste der frei zugänglichen Ruine zu sehen sind.

Wandertipps

Dauer: 1:30 Stunden
Länge: 4 km
Kondition: gute Kondition erforderlich
Auf- und Abstieg: 127 m
Höchster Punkt 328 hm
Tiefster Punkt 217 hm
Empfehlung: gutes Schuhwerk, Vesper und Getränke

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